Das Biofachgeschäft in Ihrer Region

Ueli Weidmann

 
Schlieren I ZH

Weit verstreute Parzellen, schwierige Bodenverhältnisse, grosser Baulandbedarf: Um wie Ueli Weidmann als Biobauer am Rande der Grossstadt bestehen zu können, sind ökonomische Umsicht und Flexibilität gefragt.

Fünf Jahre sind es nun her, dass sich der „Agglomerationsbauer und Restflächenbewirtschafter“, wie Weidmann sich selbst mit einem Augenzwinkern nennt, dem biologischen Getreideanbau verschrieben hat. Lange schon hatte er mit dem Gedanken gespielt, bevor er sich dazu durchrang. Als die Kinder etwas grösser waren und er sein politisches Mandat im Stadtrat von Schlieren aufgegeben hatte, war die Zeit reif.

Bereut hat Weidmann diesen Schritt nie: „Der Einsatz von Chemie hat mir nie Freude gemacht“, resümiert er etwas nachdenklich. Ueli Weidmann ist Biobauer aus Überzeugung und sieht im ökologischen Landbau eine wichtige Aufgabe: Dieser sei wegen des entschieden geringeren Ressourcenverbrauchs weit besser in der Lage, die Ernährung der Weltbevölkerung sicherzustellen als die konventionelle Landwirtschaft.

Aber nicht nur aus ökologischen, sondern auch aus ökonomischen Gründen hat die biologische Landwirtschaft in der Schweiz seiner Ansicht nach eine Zukunft: „Während die Preise für Getreide aus konventionellem Anbau in den vergangenen zehn-15 Jahren um die Hälfte eingebrochen sind, waren die Preissenkungen für biologisches Getreide vergleichsweise moderat“.  

Für Weidmann steht fest, dass das Produktionspotential für Bioprodukte in der Schweiz noch lange nicht ausgeschöpft ist: „Die Nachfrage übersteigt noch immer deutlich die hiesige Produktionsmenge, und wir importieren noch immer mehr als wir selbst erzeugen.“ Ausserdem gibt es seiner Überzeugung nach einen Markt für ökologische Produkte aus der Schweiz: „Die Konsumenten vertrauen einheimischen Bioerzeugnissen und sind bereit, dafür auch einen höheren Preis zu bezahlen.“