Utzenstorf I BE
Hansueli Lehmann hat alle Hände voll zu tun. Er ist es, der den arbeitsintensiven aber dennoch vergleichsweise kleinen Betrieb organisiert, den er 2004 vollständig auf Bio umgestellt hat. «Wir sind begeistert, auf unserem Bio-Hof gesunde und wertvolle Lebensmittel anbauen zu können.»
Vor mehr als zehn Jahren bereits hat er den Hof mit seiner Frau von seinen Eltern übernommen. Noch arbeitet der Vater täglich mit im Betrieb. Auch die Mutter bietet grosse Unterstützung in Haus und Hof. Einen Praktikanten trifft man von Frühling bis Herbst an, ebenso Erntehelfer während der Erdbeerpflückzeit. «Sonst wäre die Arbeit nicht zu bewältigen», sagt der junge Bauer.
Im 2008 hat Lehmann für die Biofarm erstmals Bioweizen der Sorte «Wiwa» auf fruchtbares Land, jedoch mit unterschiedlicher Bodenbeschaffenheit angesät. Damit wollte er einen Kontrapunkt setzen zu seinen Kürbis-, Kartoffel-, Rüebli- und Gemüsefeldern, zu seinen Kühen und Kälbern und zu den beiden je15 Aren grossen Erdbeerfeldern. Ab Anfang Juni wird er rund 1500 Kilogramm, die Hälfte der Erdbeerernte, an das Kühllager der Biofarm nach Rohrbach liefern; der Rest ist für die Selbstpflücker.
Viele Konsumenten haben wohl ohne es zu wissen, schon einmal die Erdbeeren der Lehmanns aus einem Yoghurtglas gelöffelt. Denn Biofarm liefert die Beeren etwa an den Milchverarbeiter Emmi weiter. Die Zusammenarbeit zwischen dem Lehmann Bio-Hof und Biofarm ist mit der Aussaat von Bio-Weizen noch intensiviert worden.
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