Das Biofachgeschäft in Ihrer Region

Hansueli Häberli

 
Kirchlindach I BE

Immer mehr Schweizerinnen und Schweizer haben heute eine Biorapsflasche von Biofarm in der Küche stehen. Genauso wie Biobauer Hansueli Häberli in Kirchlindach bei Bern. Auf Häberlis Hof wächst ein Teil des Rapses, der später in die braunen Flaschen kommt.

Biobauer Hansueli Häberli sagt «Räps» zum Raps. Mit ä. Wie alle andern Bauern hier im Bernbiet rundherum. Auch die konventionellen. Hansuelis Vater Hans hat noch keinen Biolandbau betrieben. Hansueli kann es ihm nicht verübeln: «Er und seine Kollegen sind mit der Agrochemie und Mechanisierung als Triebfeder zum Aufschwung aufgewachsen. Damals schien wirklich alles besser. Bessere Erträge, schönere Kulturen. Warum sollten sie denn ohne Waffen gegen die Schädlinge kämpfen und Bio machen?»

Etwas, das ja heute noch viele nicht verstehen können. Für Hansueli aber war es schon in der Lehre keine Frage. Auf einem Gutshof in der Ostschweiz hat er danach erstmals biologisch gebauert. Am 1. Jänner 2002 übernahm er in Kirchlindach den Hof, hat den Stall umgebaut und den Landbau umzustellen begonnen. Vater Hans war damals noch skeptisch.

Er fragte besorgt nach, ob denn die Saat von ungebeizten Weizenkörnern im Frühling auch wirklich aufgehen werde. Hansueli erinnerte ihn schlagfertig an den Grossvater. Der habe doch auch nichts anderes gekannt, als ungebeizte Saaten. Und damit erfolgreich gebauert.

Heute bewirtschaftet Hansueli Häberli 21,6 Hektaren eigenes Land und fremdes Pachtland. 25 Milchkühe der Rasse Red-Holstein stehen im Laufstall. Die Kälber in kleinen Iglus. Vater Hans hilft und arbeitet zu rund 30 Prozent mit.

Hansuelis Lebensgefährtin Cornelia Remund hat nichts gegen ein Leben auf dem Bauernhof. Sie ist selbst auf einem Biohof aufgewachsen. Aber sie hat ihren eigenen Beruf als Gärtnerin an der Herrengasse in Bern. Sie hilft auf dem Hof dann mit, wenn sie frei hat und da ist. Kein Problem für Hansueli, sagt er. Einen gut organisierten Ackerbau- und Milchwirtschaftsbetrieb wie der seine müsse heute meist als Einmannbetrieb geführt werden. Aber bei Arbeitsspitzen und für Ferien sei auch er auf gute Aushilfen aus der Familie und der Nachbarschaft angewiesen.